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Cellulite. Wie sie kommt und wie sie geht. (1)

Teil 1

Cellulite: Ursachen & Lösungen

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Foto Luca Bravo on Unsplash

Was ist Cellulite?

Cellulite ist eine Dellenbildung der Haut, die besonders gehäuft am Gesäß, den Oberschenkeln und den Oberarmen auftritt. Grundsätzlich kann sie überall auftreten, also auch am Bauch, an den Unterschenkeln, den Unterarmen und an anderen Körperteilen.

 

Was sind die Ursachen von Cellulite?

Bei der Entstehung von Cellulite sind mehrere Aspekte beteiligt. Jedoch ist nicht bei allen Betroffenen das ganze Spektrum an Ursachen problematisch.

 

Ein wichtige Rolle bei Cellulite spielt die Durchblutung der Haut und des Unterhautfettgewebes. Weiterhin ist die absolute Fettmenge des Gewebes wichtig. (Säure-)Ablagerungen in Haut und Unterhautfettgewebe sind in den meisten Fällen ebenfalls beteiligt. Weitere Aspekte sind schliesslich Muskelaufbau und Kollagenfaserstruktur von Haut und Unterhaut.

 

Zusammenfassend würde ich sagen, der Ursachenkomplex von Cellulite stellt eine Kombination dar von verminderter Durchblutung, schlaffem Gewebe, aufgedehnten Fettzellen und erhöhtem Säurewert in Haut und Unterhautfettgewebe (Übersäuerung).

 

Zur Veranschaulichung möchte ich zwei Extrembeispiele beschreiben. Zunächst den Fall einer Person mit sehr viel Cellulite. Typischwerweise ist sie weiblich, treibt keinerlei Sport oder andere körperliche Betätigung, ist übergewichtig, im fortgeschrittenen Alter und hat sich ihr Leben lang minderwertig ernährt (viel Alkohol, Rauchen und Fleisch, überwiegend Fastfood und Fertigprodukte). Sie benutzt seit ihrer Jugend viel minderwertige Körperpflegeprodukte (Deodorants, Cremes, Lotionen). Ausserdem hat sie in ihrem privaten und beruflichen Leben sehr viel Stress.

 

Im zweiten Fall beschreibe ich das Gegenteil, bei dem keine Cellulite zu finden ist. Dieser Mensch ist männlich, treibt reichlich Sport, ist schlank, jung und ernährt sich hochwertig (gemischte Kost mit viel Gemüse und Obst in Bioqualität, frisch zubereitet, kein Fastfood, keine Fertigprodukte, kein Rauchen, kein Alkohol und Drogen). Er lebt ein entspanntes Leben mit Beschäftigungen, die ihm Spass machen.

 

Die erste Person wird abgesehen von Cellulite an vielen weiteren Zivilisationskrankheiten leiden – das sind Krankheiten, die von einer zivilisierten Lebensweise stammen. Zivilisiert heisst in diesem Fall unter anderem zuwenig Bewegung und Ernährung aus Fertigprodukten.

 

Die zweite Person wird nicht nur keinerlei Probleme mit Cellulite, sondern auch wenig oder kein Problem mit anderen körperlich bedingten Krankheiten haben. Der Grund dafür ist, dass sie sich wichtige Grundstoffe der Gesundheit zuführt (durch Sport und Ernährung). Und andere Stoffe, die ihr schaden, weglässt (Rauchen, Alkohol, Fertigprodukte …).

 

Wenn Cellulite auftaucht, reicht es in vielen Fällen leider nicht, nur einen Risikofaktor auszuschalten. Je nachdem welche Risikofaktoren die Person betreffen, ist es notwendig, als hilfreiche Maßnahme so viele wie möglich zu verringern oder zu vermeiden. Nur so kann die Haut tatsächlich cellulitefrei sein und bleiben. Oder auch wieder werden und bleiben.

 

Geschlecht

Was hat das Geschlecht mit Cellulite zu tun? Mit der Ausprägung des Geschlechts, das heisst ob Mann oder Frau, hängt ein wichtiger Teil des Hormonhaushaltes zusammen.

 

Beide Geschlechter besitzen zwar grundsätzlich die gleichen Hormone, aber die prozentuale Verteilung ist eine andere. Der Mix, der einen Menschen wie einen Mann aussehen lässt, macht unter anderem auch einen anderen Haut- und Unterhautfettgewebeaufbau. Dies bedeutet, dass Männer kräftigere Kollagenfasern besitzen, weshalb sich die Haut härter und dicker ausbildet. Die Haut ist fester und verformt sich nicht so leicht. Deshalb bekommen Männer auch erst später Falten, aber dann oft tiefere als Frauen.

 

Die Dellenbildung der Cellulite ist eine Verformung der Haut nach aussen beziehungsweise innen. Dies geschieht bei Männern wegen der höheren Festigkeit der Haut weniger schnell.

 

Trotzdem ist es eine Fehlinformation, wenn geschrieben wird, Männer bekämen keine Cellulite. Auch Männer bekommen Cellulite. Sie sind nur bei einem Risikopunkt, dem des geschlechtsspezifischen Hormonhaushalts im Vergleich zu Frauen im Vorteil. Hinzu kommt, dass sie oft mehr Sport treiben als Frauen, weshalb sie auch hier zusätzlich punkten. Weiterhin benutzen wesentlich weniger Männer Deodorants und Körperpflegemittel. Sie bringen so weniger Aluminium (Deodorants) und Erdöl (Cremes und Lotion) an und in ihren Körper. Deshalb ist auch ein Vorteil, was die Cellulite angeht. Dazu später mehr bei dem Kapitel Entsäuerung.

 

Alter

Mit zunehmendem Alter sinkt der Stoffwechsel – auch deshalb, weil die meisten Menschen sich im Laufe der Zeit immer weniger bewegen. Dazu lassen minderwertige Ernährung mit einem hohen Anteil an Säure und ein stressreiches Leben die Säuremenge im Körper im Laufe der Jahre immer weiter ansteigen.

 

Sowohl der niedrigere Stoffwechsel als auch die zunehmende Säure sorgen für eine Minderdurchblutung des Gewebes. Die schlechtere Versorgung der Zellen wird verstärkt durch zu wenig Sport.

 

So kommt es zu verringerter Muskelmasse als auch verminderter Gewebestraffung, Sauerstoffzufuhr und Säureausscheidung.

 

Durch eine immer geringer werdende sportliche Betätigung, den durch das Alter herabgesetzten Stoffwechsel und andere Ursachen nehmen sehr viele Menschen im Laufe der Jahre an Gewicht zu.

 

Am Alter an sich kann die Person nichts ändern, aber an den Bedingungen, die den Alterungsprozess beschleunigen oder verlangsamen.

 

Dies führt zu den Bereichen Sport, gesunde Ernährung, reduzierte Fettpolster und Entsäuerung.

 

Körperfett

Das Körpergewicht, bei dem ein Mensch nicht zuviel an Fettmenge mit sich trägt, ist individuell und deshalb nur begrenzt pauschal anzugeben. Als Ungefährmaß möchte ich hier folgendes nennen: Körpergröße minus 100 minus 10%. Bei sehr sportlichen und kräftigen Menschen kann aber ein Gewicht von Körpergröße minus 100 schon passend sein. Oder auch etwas mehr.

 

Wichtig ist, dass es keine großen Anhäufungen von Fett mehr gibt, sondern nur noch eine, nicht allzu dicke, Fettschicht.

 

Die Fettmenge ist wichtig, da ein Aspekt der Cellulite die Größe der Fettzellen ist. Ab einer bestimmten Masse an Fett dehnen sich die einzelnen Fettzellen über ein bestimmtes Maß. Sie drängen dann aus ihrer natürlichen Halterung, die gebildet wird von einem Netz aus Kollagenfasern. Diese hervorquellenden Zellen bilden mit den zurückbleibenden Kollagenfasern die Dellen der Cellulite.

 

EIn anderer Aspekt besteht darin, dass eine zu große Fettmenge die Versorgung des Gewebes behindert, einfach durch ihre bloße Masse. Sie behindert die Blut- und Lymphgefässe. Das Gewebe wird so schlechter durchblutet, die einzelnen Zellen mit weniger Energie und Sauerstoff versorgt. Die Lymphflüssigkeit fliesst schlechter ab. Das ganze Gewebe befindet sich zunehmend im Stau. Dies verstärkt wiederum die Cellulitis.

 

Ein weiterer Punkt bei zuviel Fett liegt darin, dass die Person mit mehr Kalorien meist auch mehr Säure aufnimmt. Diese lagert sich im Fettgewebe ab und führt so zu einer verminderten Durchblutung des Gewebes.

 

Sport

Durch den Sport werden Muskeln in allen Schichten aufgebaut, auch im Tiefengewebe. Es ist wichtig, dass sowohl Kraft als auch Kondition trainiert werden. So werden in allen Schichten Muskeln aufgebaut und das Gewebe gestrafft. Ein weiterer wichtiger Punkt ist eine Pulsbeschleunigung, der Sport sollte so intensiv betrieben werden, dass die Person ins Schwitzen kommt.

 

Durch den Sport werden die Muskeln ausgebildet und erhalten, das Gewebe wird straffer, besser durchblutet und über das Schwitzen wird Säure ausgeschieden. Ausserdem wird bei Sport an der frischen Luft das Gewebe vermehrt mit Sauerstoff versorgt.

 

Es sollte nicht zuviel Sport betrieben werden, da dies die Person in vermehrten Stress versetzen würde. Dies bewirkt eine Reihe von ungesunden Körperreaktionen wie Säure-und Adrenalinproduktion.

 

Gesunde Ernährung

Die Basis bildet frisch zubereitetes Essen aus viel hochwertigem Gemüse und Obst (biologischer Anbau). Begleitet von wenig Fleisch, Fisch und Milch- und Kohlenhydratprodukten.

 

Weiterhin kein oder wenig Kaffee, Schwarztee und Grüner Tee. Nichtrauchen und kein oder wenig Alkohol. Kaum oder keine Fertigprodukte (Chips, Eiscreme …) und Fastfood (Burger, Fertigpizza …).

 

Je basischer die Ernährung, desto hilfreicher für die Cellulite, weil sie dadurch weniger Gifte und Säuren enthält, die sich im Gewebe ablagern. Und weil so das Gewebe mit vielen Stoffen versorgt wird, die es zu gesundem Funktionieren braucht.

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